Ernährung

LCHF-Diary: Fazit nach zwei Wochen low carb

Nach knapp zwei Wochen mit LCHF wollte ich euch einmal eine kurze Zusammenfassung über meine Erfahrungen mitteilen. Grundsätzlich muss ich sagen: Es hat sich bereits jetzt schon gelohnt.
Da ich keine Waage besitze, kann ich nicht genau sagen, wie viele Kilo ich wahrscheinlich abgenommen habe. Fakt ist, seit ich kaum Kohlehydrate zu mir nehme, habe ich weniger Blähbauch und fühle mich zumindest schlanker. Die LCHF-Rezepte sind durchgängig einfach und lecker und selbst im Restaurant (s. weiter unten) habe ich wenig Probleme gehabt, entsprechende Gerichte zu finden. Hier nun ein paar Punkte über meine Erfahrungen:

1. Bullet-Proof Kaffee ist echt lecker!
Ich hätte nicht gedacht, dass Kaffee mit Butter und Kokosöl so gut schmecken kann! Dazu ist man nach einer Tasse durchaus gesättigt, was ein schöner Nebeneffekt ist. Wer sich die Kombination von Kaffee und Butter nicht so ganz vorstellen kann: Einfach ausprobieren! Butter schmeckt ja im Grunde nach kaum etwas, das Kokosöl hingegen schon.

2. Mandel-Pancakes sind ein superleckeres Frühstück
Man kann sie zwar nicht jeden Tag essen, sonst hängen sie einem wahrscheinlich irgendwann zum Hals raus, aber Pancakes aus Mandelmehl (man kann auch Waffeln draus machen), sind sowohl sättigend als auch echt lecker. Mit einem Beerenquark/-joghurt dazu super erfrischend und nahrhaft.

3. Italienische Küche eignet sich gut für LCHF
Beim Italiener gibt es einige Gerichte, die sich für LCHF eignen: Carpaccio di Manzo, Vitello Tonnato, Antipasto misto, Espresso mit Sahne (einfach danach fragen, ob man Sahne statt Milch haben kann), und viele Salate mit Fleischstücken eignen sich ebenfalls.
Bei der deutschen Küche im Restaurant habe ich mir schwerer getan. Kellner schauen einen komisch an, wenn man Gerichte bestellt „ohne Kartoffeln, Pommes, Knödel“. Spargel mit Schweinemedaillons und Sauce Hollondaise hat aber gut gepasst.
Schwieriger wird es beim Dessert, denn meistens ist ordentlich viel Zucker drin. Eventuell nachfragen, ob es auch ohne Zucker geht. Beim Italiener hatte ich allerdings eine kleine Sünde begangen, als ich Amaretto (leicht angewärmt) mit Sahnehaube bestellt habe. Hammerlecker! Aber Amaretto hat natürlich Zucker drin… es klang halt einfach lecker wie es auf der Karte stand 😀

4. Es gibt viele falsche Gerüchte über Nussmehle und Samen
Es gibt weit verbreitete Meinungen darüber, dass Mandelmehl und ähnliche sowie Leinsamen und andere Samen so voll sind mit Stoffen, die beim erhitzen in giftige Stoffe umgewandelt werden.
Nachdem ich in einer Facebook Gruppe fast schon einen Shitstorm losgetreten habe, indem ich auf die Richtigkeit der Fakten gepocht habe, die diese Gerüchte widerlegen, habe ich einen Blogartikel darüber veröffentlicht auf paradiser.org

5. Weniger Blähungen, weniger Bauchkrämpfe, weniger Völlegefühl
Ein wirklich enormer Vorteil einer Kolehydrat-armen Ernährungsweise ist wie eingangs schon geschrieben, dass der Bauch sich nicht so sehr aufbläht und man auch nach dem Essen nicht so voll ist. Am Anfang ist es für den Magen erst einmal komisch, dass er so viel Fett bekommt. Es kann auch passieren, dass der Magen ein wenig revoltiert oder man das Gefühl hat, es wandert alles etwas schneller durch den Verdauungstrakt. Man sollte trotzdem darauf achten, nicht über den Hunger hinaus zu essen.

6. Viel Trinken ist genauso schwer wie vorher
Leider schaffe ich es immer noch nicht so gut, wirklich viel zu trinken. Fakt ist: Man sollte auf jeden Fall Magnesium zu sich nehmen in den ersten Wochen, denn man spürt relativ schnell, wie die Muskeln auf die Ernährungsumstellung reagieren. Auch Kopfweh gehört am Anfang mit dazu, aber das vergeht zum Glück wieder.

Fazit: Nach zwei Wochen ist natürlich noch nicht so viel passiert, dass ich das Gefühl habe, über große Erfolge berichten zu können. Ich fühle mich aber wohl und werde satt, also werde ich auch in den kommenden Wochen weiter machen und berichten.

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